Top.Mail.Ru

Wo sinkt die Miete in Deutschland – und wo steigt sie noch?

Aktuellen Daten zufolge sind die Mieten in vielen Städten zuletzt deutlich gefallen. Ein Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Allerdings steigen die Preise für Eigentumswohnungen unaufhörlich

15. FEBRUAR 2021

Nach fast zwei Jahren Stagnation sinken die Mieten in Deutschland, wenn auch minimal. Aktuellen Daten zufolge sind die Preise im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent gefallen. In der Folge sanken die Wohnungsmieten in 27 der 50 teuersten Städte.

Grund für niedrigere Mieten sind Experten zufolge der demografische Wandel. Die Zuwanderung ist leicht rückläufig, während deutlich höhere Sterblichkeitsraten erwartet werden. Auch kronenbedingte Todesfälle sind hier als verstärkender Faktor wichtig.

Den stärksten Rückgang bei den Neuvermietungen verzeichnete Kempten im Allgäu (minus 12,9 Prozent), gefolgt vom niedersächsischen Wunstorf (minus 9,9 Prozent). Doch in Freiburg sank der Wert um 5,6 Prozent.

Unter den größten Städten fielen die Mieten bei Neuvermietungen am stärksten in Frankfurt am Main, wo die Mieten im Vergleich zum Vorquartal um 2,11 TP2T fielen. 

Auch in Berlin hat sich der Trend steigender Mieten weiter abgeschwächt. Die Durchschnittsrate lag sogar 6,4 Prozent niedriger als vor zwölf Monaten oder 1,4 Prozent niedriger als im Herbst 2020. Unter den teuersten Städten fiel die Hauptstadt auf Platz 126 zurück.

Aber es gibt auch Orte, an denen die Mietkosten steigen. In Garmisch-Partenkirchen beispielsweise stiegen die Neuvertragsmieten im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal um satte 10,6 Prozent. In Rüsselsheim betrug das Wachstum 7,41 TP2T.

Im Gegensatz zur Miete zeigt der Trend beim Kauf von Immobilienpreisen klar nach oben. Die Preise für Einfamilienhäuser (plus 0,7 Prozent) und Eigentumswohnungen (plus 0,6 Prozent) stiegen gegenüber dem Vorquartal. Experten sind der Meinung, dass der Preisschub durch die anhaltende Corona-Pandemie und einen weiteren Lockdown verursacht wurde. Daran konnten auch vorübergehende Bauverbote, etwa im Norden Hamburgs, nichts ändern.

Allerdings ist in München ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Preise für Eigentumswohnungen sanken hier im Vergleich zum Vorquartal um durchschnittlich zwei Prozent. Vor allem in prestigeträchtigen Stadtteilen sanken die Preise und unterschritten die Grenze von 15.000 Euro pro Quadratmeter, aber München bleibt weiterhin die teuerste Stadt Deutschlands. Im Durchschnitt kostet eine Eigentumswohnung etwa 7.000 Euro pro Quadratmeter.

Quelle: Store-Manager

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Schaltflächen anzeigen
Verstecken tasten
DE